Nachhaltigkeit
„Nachhaltigkeit ist die Kunst, so zu wirtschaften, dass auch zukünftige Generationen davon profitieren können.“ – Dieses Zitat von Carl von Carlowitz, dem Begründer der nachhaltigen Forstwirtschaft, prägt unser Handeln. Im Mittelpunkt steht bei uns der Aufbau von Klimawäldern, die nicht nur CO2 binden, sondern auch als klimaresiliente Lebensräume die Artenvielfalt fördern und den Herausforderungen des Klimawandels standhalten.
Unsere Wälder sind anders!
Die Initiative Klimawald steht für eine neue Generation von Wäldern: klimaresilient, nachhaltig und zukunftsorientiert. Unser Ansatz verbindet die Prinzipien des Dauerwaldes, der Einzelbaumbewirtschaftung und der Förderung heimischer Baumarten zu einem ganzheitlichen Konzept für den Waldumbau. Dabei gehen wir weit über die klassischen Ansätze hinaus und schaffen Wälder, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur CO2-Bindung leisten.
Unsere Grundsätze:
1. Dauerwaldprinzip: Unsere Wälder werden nach dem Dauerwaldprinzip bewirtschaftet, das auf kontinuierliche Pflege ohne Kahlschläge setzt. Durch die Einzelbaumbewirtschaftung bleibt die natürliche Dynamik erhalten, und die Waldstruktur wird vielfältig und stabil. Heimische Baumarten spielen dabei eine zentrale Rolle.
2. Klimaresilienz: Wir setzen auf heimische und klimaangepasste Baumarten, die Trockenheit und Extremwetterereignissen standhalten.
3. Förderung der Biodiversität: Jeder Klimawald schafft wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Blühende Baumarten wie die Winterlinde fördern Insektenpopulationen, während Mischwälder die Stabilität der Ökosysteme erhöhen.
4. CO2-positiv durch Kreislaufwirtschaft: Unsere Wälder binden langfristig CO2 und leisten durch die nachhaltige Nutzung von Holzprodukten – beispielsweise für Möbel oder Bauholz – einen zusätzlichen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen.
5. Nachhaltige Waldpflege: Alle Pflegemaßnahmen folgen höchsten forstwissenschaftlichen Standards. Durch gezielte Eingriffe sichern wir die Stabilität der Bestände und fördern die natürliche Verjüngung.
Unsere Initiative Klimawald zeigt, wie moderne Waldbewirtschaftung aussehen kann: nachhaltig, zukunftsorientiert und im Einklang mit den Anforderungen von Natur und Gesellschaft. Gemeinsam mit unseren Partnern und Unterstützern schaffen wir Wälder, die nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch aktiv zum Klimaschutz beitragen.
PEFC-Zertifizierung
PEFC steht für "Programme for the Endorsement of Forest Certification schemes" (Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen) und ist ein international anerkanntes Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Das PEFC-System setzt sich dafür ein, dass Wälder auf eine nachhaltige Weise bewirtschaftet werden, um Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsinteressen gleichermaßen zu berücksichtigen. Das System wurde von verschiedenen Interessengruppen entwickelt, einschließlich von Waldbesitzern, der Holzindustrie, Umweltschützern und Sozialpartnern.
Die PEFC-Zertifizierung bezieht sich auf die Überprüfung und Bestätigung von Waldbesitzern und Holzproduktionsbetrieben, dass sie bestimmte Standards und Kriterien in Bezug auf die nachhaltige Waldbewirtschaftung einhalten. Die Zertifizierung dient auch als Gütesiegel für Holzprodukte, die aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.
1. Es wird nicht mehr Holz geschlagen als nachwächst.
2. Wo Bäume gefällt wurden, wird auch wieder aufgeforstet.
3. Der Wald bleibt ein sicherer Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
4. Die Artenvielfalt im Wald bleibt erhalten.
5. Ein nachhaltig bewirtschafteter Wald behält seine Funktion als natürlicher Schutz von Gewässern, Böden und Klima.
6. Sie haben die Garantie für die legale Herkunft des Rohstoffs Holz.
7. Bei allen Waldarbeiten werden die hohen Standards der Arbeitssicherheit eingehalten.
8. Die Arbeitnehmerrechte werden gewahrt.
9. Bei allen Arbeiten wird qualifiziertes Fachpersonal eingesetzt.
10. Die Rechte der Menschen, die vom Wald leben und/oder von ihm abhängen werden gesichert.
Mehr erfahren auf www.pefc.de
Blauholz
Trockenheit, Schädlinge und vermehrt auftretende Stürme haben in den vergangenen Jahren einen Holzanfall von über 100 Millionen Festmeter verursacht. Diese Holzmengen werden in niederqualitativen Verwendungen, zum Beispiel als Industrieholz wie Pellets oder Faserplatten, zu Dumpingpreisen exportiert. Doch trotzt dieses zusätzlichen Holzanfalls werden weiterhin gesunde und intakte Bäume in hohen Mengen eingeschlagen, um den heimischen Holzbedarf zu bedienen. Die im großen Stil exportierten Holzmengen werden der nationalen Rohstoffversorgung in Zukunft fehlen und somit wird Deutschland mehr Holz importieren müssen, um den Rohstoffbedarf zu decken. Darunter leidet nicht nur der Verbraucher und die heimische Forst- und holzverarbeitende Wirtschaft, sondern auch die inländische CO2-Bilanz. Große brachliegende Waldbestände im Süden unseres Landes zeugen von dem Ausmaß, der sich mit steigender Erwärmung des Klimas weiter verschärfen wird.
Wir sind uns diesem Problem bewusste und im Jahr 2020 der Initiative Blauholz beigetreten, aus der Einsicht, dass die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Waldwirtschaft, Holz und Holzversorgung nicht vorübergehen werden. Schadholz, das als minderwertiges Produkt exportiert oder verbrannt wird, arbeiten wir auf und verwenden es für höherwertige Produkte, zum Beispiel als Schnittholz oder Konstruktionsholz. Die Hölzer sind überwiegend einwandfrei und können somit nach der Aufarbeitung ohne Qualitätseinbußen verwendet werden.
Die Vorteile für die Umwelt, unsere Kunden und uns sind vielfältig. Blauholz ist nicht der Motorsäge sondern Trockenheit und Borkenkäfern zum Opfer gefallen. Es hat die selben technologischen Eigenschaften wie frisch gefälltes Holz und vermeidet damit den Einschlag gesunder und intakter Bäume. Blauholz trägt damit besonders in trockenen Jahren dazu bei, den Wald nicht zu übernutzen. Blauholz bedeutet höherwertige Verwendung von Holz und vermeidet den unnötigen Export zu Dumpingpreisen, somit verringert es auch Holzimporte und verbessert die CO2-Bilanz. Blauholz hilft den Menschen, die vom Wald leben und/oder von ihm abhängen kostendeckende Preise zu erzielen und bedeutet für den Verbraucher günstiges und umweltbewusstes Material.
Mehr erfahren auf www.blauholz.org
Grüne Energie
An unseren Betriebsstandorten setzen wir auf nachhaltige Energiegewinnung. Unsere Photovoltaikanlagen erzeugen den gesamten Strombedarf unseres Betriebs und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen. Die erzeugte Energie versorgt nicht nur unsere Betriebsgebäude, sondern fließt auch in den Betrieb unserer elektrischen Maschinen und Fahrzeuge. Wo immer es möglich ist, ersetzen wir konventionelle Maschinen durch elektrische Alternativen. Auch unseren Fuhrpark stellen wir schrittweise auf Elektromobilität um, die Fahrzeuge werden direkt mit eigenem Solarstrom geladen. Unser Anspruch ist es, Nachhaltigkeit in allen Bereichen mitzudenken – von der Arbeit im Wald bis zur Logistik im Hintergrund. Klimaschutz ist fester Bestandteil unseres unternehmerischen Alltags.
Bienenwiesen
Bienen und insbesondere Wildbienen sind unverzichtbar für unsere Ökosysteme. Durch ihre Bestäubungsleistung sichern sie nicht nur unsere Nahrungsgrundlage, sondern auch den Erhalt vieler heimischer Pflanzenarten. Blütenreiche Wiesen, die nicht gemäht werden, bieten ihnen Nahrung und Nistmöglichkeiten. Solche Lebensräume sind jedoch selten geworden. Auf unseren betriebseigenen Flächen achten wir auf eine insektenfreundliche Pflege. Die Wiesen werden nur einmal im Jahr gemäht, und das erst nach der Vegetationsperiode. Bis dahin dürfen Gräser und Wildblumen ungestört wachsen, blühen und Samen ausbilden. Am Ende übernehmen freilaufende Schafe die Pflege. Sie schonen den Boden, erhalten wertvolle Strukturen und fördern die Artenvielfalt. So schaffen wir Rückzugsorte für Wildbienen, Schmetterlinge und viele weitere Insekten – und leisten einen konkreten Beitrag zum Erhalt der Biodiversität.