Gymnasiasten pflanzen im Klimawald

Schüler pflanzen Klimabäume bei Pflanzaktion im Wald mit Sachsenwaldschule Reinbek
Veröffentlicht am 24. März 2026 vom Land- und Forstbetrieb Scharlaug

Sachsenwaldschüler bringen den Wald von morgen in den Boden

Mit Spaten, wetterfester Kleidung und viel Neugier im Gepäck machte sich die Klasse 5a der Sachsenwaldschule Reinbek auf den Weg in den Jungwald im Zachuner Land. Statt Klassenzimmer stand an diesem Tag praktischer Klimaschutz auf dem Stundenplan: Rund 300 junge Bäume wurden gemeinsam gepflanzt – und dabei das Ökosystem Wald unmittelbar erlebt.

Das Pflanzevent ist Teil der Klimawaldpatnerschaft, die gemeinsam mit Junge die Bäckerei umgesetzt wird. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für die Bedeutung stabiler, artenreicher Wälder zu sensibilisieren und Klimaschutz greifbar zu machen.

Lernen, verstehen, selbst handeln

Bevor die ersten Bäume in den Boden gesetzt wurden, ging es auf Entdeckungstour: Entlang eines Naturlehrpfads mit sechs Infotafeln erkundeten die Schülerinnen und Schüler den Wald im Rahmen eines interaktiven Quiz. Dabei erfuhren sie, warum Monokulturen aus Kiefer und Fichte zunehmend an ihre Grenzen stoßen und weshalb der Umbau hin zu vielfältigen Mischwäldern entscheidend für die Zukunft ist.

Neben Themen wie Biodiversität, Vogelwelt und Waldbewohner standen vor allem die Funktionen des Waldes im Klimaschutz im Fokus. So wurde deutlich, wie Wälder CO2 speichern, Wasser regulieren und Lebensräume für zahlreiche Arten schaffen.

Klimastabile Baumarten für den Wald von morgen

Im Anschluss ging es praktisch zur Sache: Gepflanzt wurden unter anderem Rotbuche, Hainbuche, Winterlinde und Feldahorn. Diese Baumarten gelten als vergleichsweise klimaresilient, da sie besser mit Trockenperioden umgehen können, stabile Mischbestände fördern und unterschiedliche ökologische Funktionen erfüllen.

Die Rotbuche verbessert durch ihre dichte Laubstreu die Bodenstruktur und schafft ein ausgeglichenes Mikroklima. Die Hainbuche überzeugt durch ihre Robustheit und trägt zur Stabilisierung des Bodens bei. Die Winterlinde bietet wertvolle Nahrung für Insekten und unterstützt die Bodenentwicklung, während der Feldahorn insbesondere an Waldrändern wichtige ökologische Funktionen übernimmt.

Ein Tag, der Wirkung zeigt

Mit viel Engagement pflanzten die Schülerinnen und Schüler Baum für Baum und leisteten so einen direkten Beitrag zum Waldumbau. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig es ist, ökologische Zusammenhänge nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern erlebbar zu machen.

„Genau solche Tage bleiben im Kopf“, so das Fazit der Beteiligten. „Wenn Kinder selbst pflanzen, verstehen sie, warum wir unsere Wälder verändern müssen und wie viel Aufwand das ist.“

Das Projekt zeigt, wie Umweltbildung und praktischer Klimaschutz Hand in Hand gehen können – und wie aus kleinen Händen ein großer Beitrag für die Zukunft entsteht.

Ein besonderer Dank gilt Junge die Bäckerei, die dieses Bildungsformat ermöglicht und damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Naturverständnis und Klimaschutz leistet.

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